6 Fragen an Frank Schneiders

Frank Schneiders, Foto: Marek KruszewskiFrank Schneiders (Alberich) ist ein „alter Hase“ im Wagnerfach: Er donnerte bereits als Donner in Weikersheim, war der Zauberer Klingsor in Hannover, als Alberich in der Rheingold-Inszenierung von Hans-Peter Lehmann in Hannover und Breslau zu erleben, und als Beckmesser in Lübeck.

1) Wie würdest Du Deine Beziehung zu Richard Wagner beschreiben?
Eine große Liebe. Wenn man einmal damit angefangen hat, lässt es einen nicht mehr los.

2) Wie würdest Du die Handlung vom Ring in zwei Sätzen umreißen?
Wie auch in der Realität zerstören die Menschen – oder in dem Fall sehr menschliche Götter – sich selbst. Und was auch immer unternommen wird, der Prozess lässt sich vielleicht verzögern aber aufhalten lässt er sich nicht.

3) Wer ist für Dich die spannendste Figur im ganzen Zyklus?
Der Ring. Spannend gewonnen, spektakulär beendet.

4) Und wer ist der/die Unsympathischste? Und warum?
Wotan. Machtgierig, moralisch mehr als anfechtbar, hilflos allen ernsthaften Schwierigkeiten gegenüber.

5) Deine Lieblingstextstelle?
Nur eines will ich noch: das Ende!

6) Und Dein Lieblings-Leitmotiv? Warum gerade das?
Das Schwertmotiv. Strahlend, gut zu merken, unglaublich simpel, aber auch unglaublich wandlungsfähig bis hin zum Trauermarsch, wo es mich immer wieder „vom Sitz“ reißt.

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